Familiär.
Respektvoll.
Fortschrittlich.

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Die Schweizer Schweinehaltung steht für Qualität, Verantwortung und Transparenz. Rund 3'500 Bauernfamilien halten Schweine nach strengen Tierwohlstandards. Mit ihrer täglichen Arbeit leisten die Familien mit ihren Tieren einen wichtigen Beitrag zur regionalen Lebensmittelversorgung.
Wer Schweizer Schweinefleisch kauft, möchte wissen, woher es kommt, wie die Tiere gehalten werden und was die Schweizer Schweinehaltung von jener im Ausland unterscheidet. Hier beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Schweine, Ferkel, Tierwohl und Schweizer Schweinefleisch.

Die Haltung von Schweinen ist in der Schweiz gesetzlich geregelt. Schweizer Schweinehalterinnen und Schweinehalter müssen die Anforderungen des Tierschutzgesetzes erfüllen, die zu den strengsten weltweit gehören. Die vorgeschriebene Fläche richtet sich nach Alter und Gewicht der Tiere. Viele Betriebe nehmen zudem freiwillig an Tierwohlprogrammen teil, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.
Nicht alle Schweine haben permanenten Auslauf ins Freie. Viele Schweizer Betriebe nehmen jedoch am Tierwohlprogramm RAUS (Regelmässiger Auslauf im Freien) teil, das den Tieren regelmässigen Zugang zu Aussenbereichen ermöglicht. Unabhängig davon verfügen Schweizer Schweine über Beschäftigungsmöglichkeiten und strukturierte Buchten, die ihrem natürlichen Verhalten entgegenkommen.
Schweine sind Allesfresser. In der Schweiz besteht ihre Fütterung hauptsächlich aus Getreide, Eiweissfuttermitteln, Vitaminen und Mineralstoffen. Zudem verwerten Schweine Nebenprodukte aus der Lebensmittelindustrie, die für den Menschen nicht mehr genutzt werden können. Dadurch tragen sie zu einer sinnvollen Kreislaufwirtschaft bei.
Ja. Schweine gehören zu den intelligentesten Nutztieren. Sie sind neugierig, lernfähig und verfügen über ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Schweine können sich Dinge merken, Probleme lösen und Artgenossen sowie Menschen wiedererkennen. Ihr Verhalten wird oft mit jenem von Hunden verglichen.
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Schweine schmutzige Tiere seien. Tatsächlich dient das Suhlen im Schlamm der Abkühlung und dem Schutz der Haut. Schweine besitzen nur wenige funktionierende Schweissdrüsen und können ihre Körpertemperatur deshalb nicht wie Menschen regulieren. Schlamm hilft ihnen, sich an warmen Tagen abzukühlen.
Ferkel trinken in den ersten Lebenswochen mehrmals täglich bei ihrer Mutter. Je nach Alter und Entwicklungsphase säugen sie ungefähr sechs bis zwölf Mal pro Tag. Die Muttermilch versorgt die Ferkel mit wichtigen Nährstoffen und stärkt ihr Immunsystem.
Eine Sau bringt pro Wurf durchschnittlich zwischen 12 und 15 Ferkel zur Welt. Die Trächtigkeit dauert rund 115 Tage – oft einfach als «3 Monate, 3 Wochen und 3 Tage» beschrieben. Vor der Geburt zeigt die Sau ein ausgeprägtes Nestbauverhalten.
Die Gesundheit der Tiere hat für Schweizer Schweineproduzenten höchste Priorität. Antibiotika dürfen nur eingesetzt werden, wenn dies medizinisch notwendig ist und unter tierärztlicher Kontrolle erfolgt. Der Antibiotikaeinsatz konnte in der Schweizer Nutztierhaltung in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden. Antimikrobielle Leistungsförderer und präventiver Antibiotikaeinsatz sind seit vielen Jahren in der Schweiz verboten. Alle eingesetzten Tierarzneimittel werden im obligatorischen elektronischen Behandlungsjournal erfasst und ausgewertet. Das ist weltweit einzigartig, mehr Transparenz geht nicht.
Ein Mastschwein wächst während mehreren Monaten auf einem Schweizer Betrieb auf. In dieser Zeit wird es seinem Alter und seinen Bedürfnissen entsprechend gefüttert und betreut. Ziel ist eine gesunde Entwicklung der Tiere bis zur Schlachtreife.
Ein grosser Teil der Futtermittel stammt aus der Schweiz. Je nach Zusammensetzung werden auch importierte Komponenten eingesetzt, die strengen Anforderungen entsprechen müssen. Die Futtermittel werden laufend kontrolliert und auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt. Die Schweizer Schweinehaltenden setzen freiwillig ausschliesslich GVO-freie Futtermittel ein.
Die Schweizer Schweinehaltung zeichnet sich durch hohe Anforderungen an Tierwohl, Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit und Umweltschutz aus. Schweizer Produzentinnen und Produzenten arbeiten unter strengen gesetzlichen Vorgaben und werden regelmässig kontrolliert. Viele Betriebe erfüllen zudem freiwillige Programme, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Das Verbot von Vollspalten, überall freies Abferkeln, jederzeit Wasser und Beschäftigung und die kleinen, familiären Strukturen sind weltweit einzigartig.
Die Produktion in der Schweiz erfolgt unter hohen Standards. Tierwohlprogramme, strenge Umweltvorschriften, hohe Qualitätsanforderungen und die Arbeit der Bauernfamilien verursachen Kosten. Dafür erhalten Konsumentinnen und Konsumenten ein regional produziertes Lebensmittel mit nachvollziehbarer Herkunft und kurzen Transportwegen.
Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wird regelmässig überprüft. Zusätzlich werden Betriebe, die an Tierwohlprogrammen teilnehmen, separat kontrolliert. Damit wird sichergestellt, dass die Anforderungen konsequent umgesetzt werden.
Die Arbeit auf einem Schweinebetrieb beginnt oft früh am Morgen. Zu den täglichen Aufgaben gehören die Kontrolle der Tiere, das Füttern, die Pflege der Ställe, die Gesundheitsüberwachung und die Betreuung von Sauen und Ferkeln. Das Wohl der Tiere steht dabei jeden Tag im Mittelpunkt.
In der Schweizer Schweinehaltung kommen verschiedene Rassen zum Einsatz. Besonders bekannt sind das Edelschwein, die Landrasse, das Duroc-Schwein und das Piétrain-Schwein. Jede Rasse bringt unterschiedliche Eigenschaften mit, beispielsweise hinsichtlich Fleischqualität, Robustheit oder Fruchtbarkeit. Schweizer Schweinehaltung: Transparenz schafft Vertrauen Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten möchten wissen, wie ihre Lebensmittel produziert werden. Die Schweizer Schweinehaltung steht für hohe Standards, kurze Transportwege und eine verantwortungsvolle Produktion. Mit Transparenz und offenen Informationen möchten wir zeigen, wie Schweine in der Schweiz gehalten werden und weshalb Schweizer Schweinefleisch für Qualität, Herkunft und Vertrauen steht. 🐷🇨🇭 Suchbegriffe integriert: Schweizer Schweinehaltung, Schweinehaltung Schweiz, Schweizer Schweinefleisch, Tierwohl Schwein, Schweinehaltung Tierwohl, Ferkel, Sau, Schweinefutter, Schweinehaltung Schweiz Fakten, Schweinehaltung erklärt.
Die Schweizer Schweinehaltung gehört zu den tierfreundlichsten der Welt. Schweizer Schweinehalterinnen und Schweinehalter arbeiten nach strengen gesetzlichen Vorgaben, die in vielen Bereichen deutlich über internationale Standards hinausgehen.
Die Schweinezucht in der Schweiz ist zweistufig organisiert. Zuchtbetriebe halten die Mutterlinien Schweizer Edelschwein und Schweizer Landrasse, die für ihre Fruchtbarkeit und ihr gutes Aufzuchtvermögen bekannt sind. Aus der Kreuzung dieser beiden Rassen entsteht die Kreuzungssau PRIMERA, die auf den Ferkelproduktionsbetrieben steht. Für die Mastferkel werden Vaterlinien eingesetzt – vor allem der Endstufeneber PREMO sowie Swiss Duroc und Swiss Piétrain. In der Schweiz kommen ausschliesslich reinerbig stressresistente Endstufeneber zum Einsatz. Zuchtziele sind gesunde, vitale Ferkel, optimale Wurfgrössen und tiefe Saugferkelverluste. Verantwortlich für das Zuchtprogramm ist die SUISAG, die Dienstleistungsorganisation der Schweizer Schweineproduzenten.
Der Schweizer Schweinemarkt ist ein weitgehend inländischer Markt: 2025 stammten rund 91 Prozent des Schweinefleischangebots aus Schweizer Produktion (Quelle: Proviande). Der Preis für Schlachtschweine wird nicht staatlich festgelegt, sondern jede Woche zwischen Produzenten, Handel und Verarbeitern nach Angebot und Nachfrage ausgehandelt. Suisseporcs, der Verband der Schweizer Schweineproduzenten, vertritt dabei die Interessen der Bauernfamilien. Auch der Preis für Jager – die Ferkel für die Mast – orientiert sich am Schlachtschweinepreis, sodass sich Zucht und Mast die Wertschöpfung teilen. Aktuelle Marktzahlen und Preise publiziert Suisseporcs auf suisseporcs.ch.
Ein Schweinestall in der Schweiz ist heute in verschiedene Bereiche unterteilt: Die Tiere haben getrennte Zonen zum Liegen, Fressen und Koten, dazu Stroh oder anderes Beschäftigungsmaterial und jederzeit Zugang zu Wasser. Vollspaltenböden sind in der Schweiz verboten, und Mutterschweine ferkeln frei ab – ohne Fixierung. 68 Prozent der Schweine leben in besonders tierfreundlichen Stallhaltungen (BTS), 60 Prozent haben permanenten Auslauf ins Freie (RAUS). Wie ein Schweinestall im Alltag aussieht, zeigt die SAUGUT! Live-Cam rund um die Uhr – ungefiltert und direkt aus dem Stall.
Ein männliches Schwein heisst Eber, ein kastriertes männliches Schwein Kastrat. Ein weibliches Schwein, das bereits Ferkel hatte, ist eine Sau oder ein Mutterschwein; ein junges weibliches Schwein vor dem ersten Wurf nennt man Jungsau oder Remonte. Neugeborene Schweine sind Ferkel, nach dem Absetzen von der Mutter heissen sie Jager. Schweine in der Mast werden Mastschweine genannt – in der Schweiz erreichen sie ein Schlachtgewicht von rund 88 Kilogramm.
Mageres Schweinefleisch ist ein hochwertiges Lebensmittel: Filet oder Nierstück liefern pro 100 Gramm rund 22 Gramm Eiweiss bei nur 2 bis 5 Gramm Fett und 105 bis 140 Kilokalorien. Schweinefleisch gehört zu den besten Quellen für Vitamin B1 und liefert Eisen, Zink, Selen und weitere B-Vitamine. Rund 60 Prozent des Fetts sind ungesättigte Fettsäuren. Wie bei jedem Fleisch macht die Menge den Unterschied: Die Schweizer Ernährungsempfehlungen des Bundes raten zu maximal zwei bis drei Portionen Fleisch pro Woche à 100 bis 120 Gramm. Schweizer Schweinefleisch stammt aus einer Haltung mit strengen Tierwohl- und Fütterungsstandards – ohne Wachstumsförderer und mit klar geregeltem Antibiotika-Einsatz.
Die Nährwerte von Schweinefleisch hängen stark vom Stück ab. Magere Stücke wie Filet, Nierstück oder Schnitzel liefern pro 100 Gramm rund 22 Gramm Eiweiss, 2 bis 5 Gramm Fett und 105 bis 140 Kilokalorien – ohne Kohlenhydrate. Fettreichere Stücke wie Bauch oder Hals kommen auf über 300 Kilokalorien und rund 30 Gramm Fett. Unabhängig vom Stück ist Schweinefleisch reich an Vitamin B1, liefert die Vitamine B6, B12 und Niacin sowie die Mineralstoffe Eisen, Zink, Selen und Kalium. Detaillierte Werte für einzelne Fleischstücke finden Sie in der Schweizer Nährwertdatenbank des Bundes unter naehrwertdaten.ch.
In der Schweiz dürfen Mutterschweine ihre Ferkel frei zur Welt bringen – sie werden nicht fixiert, sondern bewegen sich in einer geräumigen, mit Stroh eingestreuten Bucht. Dieses sogenannte freie Abferkeln ist Pflicht und einzigartig auf der Welt. Ein kuschelig warmes Ferkelnest sorgt für Sicherheit, während Schweinehaltende durch tägliches Einstreuen und Reinigen viel zusätzliche Arbeit leisten. Das Ergebnis: mehr Tierwohl, mehr Natürlichkeit und gesunde, muntere Ferkel.
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Der Ringelschwanz ist beim Hausschwein ein wichtiges Signal für das Tierwohl und die Stimmung. Ein geringelter, entspannter Schwanz zeigt meist Wohlbefinden an.

In der schweizerischen Schweinehaltung ist Beschäftigung gesetzlich vorgeschrieben, um das natürliche Erkundungs- und Wühlverhalten der Tiere zu befördern. Artgerechte Materialien (wie Stroh, Heu, Holz oder Raufutter) beugen Langeweile effektiv vor. Ständiger Zugang zu Raufutter ist in der konventionellen Haltung gesetzlich verankert.

Schweine in der Schweiz leben unter besonders tierfreundlichen Bedingungen: Über die Hälfte hat permanenten Auslauf im Freien (RAUS), und rund 68 % werden nach dem Programm Besonders Tierfreundliche Stallhaltung (BTS) gehalten. Vollspaltenböden sind in der Schweiz verboten – hier zählt Komfort statt Enge. Trotzdem werden nur etwa 30 % des Label-Fleisches als solches verkauft, obwohl das Angebot deutlich grösser ist. Dein Einkauf macht also den Unterschied – wer bewusst wählt, stärkt Tierwohl und nachhaltige Landwirtschaft.
Zwischenzeitlich stammen rund 97% des Futter-Sojas aus Europa. Seit 2004 sind die Treibhausemmissionen dadurch um 85% reduziert worden. Die drei wichtigsten Anbauländer in Europa sind Italien (56%), Ukraine (14%) und Österreich (8%).
Die Schweizer Schweinehaltung steht für Qualität, Verantwortung und Transparenz. Rund 3'500 Bauernfamilien halten Schweine nach strengen Tierwohlstandards. Mit ihrer täglichen Arbeit leisten die Familien mit ihren Tieren einen wichtigen Beitrag zur regionalen Lebensmittelversorgung.
Schweizer Schweine verwerten jährlich rund 192’000 Tonnen Nebenprodukte wie Molke, Mühlennebenprodukte, Ölkuchen, Mosttrester, Zuckerrübenschnitzel, Sojaschrot und nicht verkauftes Brot aus Supermärkten.
Früher wurde ein geschlachtetes Tier so ganzheitlich wie möglich verwertet. Ein Tier und sein Fleisch waren wertvoll. Dieser Wert, aber auch die Art, wie wir Nahrung produzieren, einkaufen und essen, haben sich über die Jahre verändert. Wir sind viel unterwegs, unsere Verpflegung muss schnell gehen und die Zubereitung einfach sein.



Ohne Gülle und Mist kein Salat und Schnitzel? Mit der einheimischen Schweinehaltung werden natürliche Kreisläufe geschlossen. Die Ausscheidungen der Schweine liefern wertvolle Gülle und Mist. Dieser organische Naturdünger fördert Bodenfruchtbarkeit, Humusaufbau und Pflanzenwachstum und erzeugen zusätzlich in Biogasanlagen Energie.

